Kultur : Schauspiel-Chef von Leipzig fordert niedrigere Tarife

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Die Theater in Deutschland können die Tarife des Öffentlichen Dienstes nach Einschätzung des Leipziger Schauspiel Chefs Wolfgang Engel finanziell nicht länger verkraften. „Es muss Sonderregelungen geben“, sagte Engel. Für das Schauspiel sieht der 60-Jährige die Schmerzgrenze erreicht. „Die direkte Übernahme der Tarife war in Ordnung zu einer Zeit, in der Deutschland noch reich war“, sagte er. Inzwischen seien manche „Auswüchse nicht mehr möglich“. So erhalte ein Techniker in Sachsen ab 20 Uhr einen Nachtzuschlag. „Das ist eine Katastrophe. Samstag gilt das schon ab 13 Uhr. Bei uns ist das die Hauptarbeitszeit.“ Im Leipziger Schauspiel sind nach Engels Ansicht alle Sparmöglichkeiten ausgereizt, zumal die Stadt die Tariferhöhungen dem Theater nur zur Hälfte erstattet. Die Zahl der Beschäftigten am Schauspiel sei von 1990 bis heute um ein Drittel auf 182,5 Stellen gesunken. Geleistet werde nach wie vor dasselbe“. dpa

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