Schirn : Stadtbilder von Impressionismus bis Expressionismus

Die Entwicklung der Städte Paris und Berlin verbindet die Frankfurter Kunsthalle Schirn in einer Ausstellung mit Werken des französischen Impressionismus und des deutschen Expressionismus.

Frankfurt/Main - In der Präsentation «Die Eroberung der Straße von Monet bis Grosz» werde die kunst- und die architekturhistorische Perspektive zusammengewebt, sagte Schirn-Direktor Max Hollein am Mittwoch. Zu den fast 300 Exponaten zählen Skizzen, Stadtpläne, Grafiken und Gemälde.

Die Ausstellung verfolgt die städtebauliche Spur von der Umgestaltung im Paris des ausgehenden 19. Jahrhunderts bis zur umfassenden Erweiterung Berlins zum Beginn des 20. Jahrhunderts. Es ist die Zeit großen Bevölkerungswachstums, rasanten technischen Fortschritts und der Entwicklung eines urbanen Lebensstils. Paris und Berlin stiegen nicht nicht nur zu wirtschaftlichen und kulturellen Zentren auf, sondern brachten mit Impressionismus und Expressionismus auch zwei einflussreiche Epochen der modernen Kunst hervor, wie Hollein sagte.

In Paris hat Georges-Eugène Haussmann der Stadt in 16 Jahren quasi ein neues Kleid übergestülpt: Er lässt lange breite Boulevards, Monumentalbauten und Parks anlegen. Elektrische Beleuchtung, Straßenbahnen und Omnibusse greifen in das Stadtleben ein. In Berlin ist es vor allem die Ausdehnung und Gestaltung neuer Stadtviertel.

Die Ausstellung dokumentiert die Auseinandersetzung von Künstlern mit dem urbanen Leben beider Städte. Dabei sind Meisterwerke von Claude Monet und George Grosz genauso zu sehen wie Beiträge weitgehend unbekannter Künstler. Während die Impressionisten das Stadtleben als Studien von Licht, Atmosphäre und Bewegung in seiner Faszination darstellen, sind in Berlin auch die extremen sozialen Kontraste und das Wohnungselend Themen für den Expressionismus. Die Ausstellung ist vom 15. Juni bis zum 3. September zu sehen. (tso/dpa)

0 Kommentare

Neuester Kommentar