Kultur : Schlingensief schreibt seine Memoiren

Zu seinem 50. Geburtstag am 24. Oktober kündigt Christoph Schlingensief seine Memoiren an. Der Regisseur blickt darin zurück „auf den heiligen Ernst, mit dem er als Zehnjähriger losraste, um mit seiner Doppel-8-Kamera die Welt zu inszenieren und zu erforschen“ und „auf die mal heiteren, mal bitteren Kämpfe, die er anzettelte“ in seinem Künstlerleben, heißt es aus dem Verlag Kiepenheuer & Witsch, wo auch schon Schlingensiefs Buch über seine Krebserkrankung („So schön wie hier kanns im Himmel gar nicht sein“) erschien.

Schlingensief stelle sich nun Fragen wie „Wer ist man gewesen? Ist man der geworden, der man sein wollte?“, schreibt der Verlag. „Sie lassen auch den Künstler Christoph Schlingensief nicht mehr los, seitdem er jeden Morgen mit dem Stoppschild ,Krebs’ vorm Gesicht aufwachen muss.“ Schlingensief blickt in den Memoiren auch nach vorn, auf sein Herzensprojekt, das Operndorf in Burkina Faso, mit Wohnungen, Werkstätten, Krankenstation, mit Schule und Film- und Musikklassen. Der Erinnerungsband soll bereits am 24. September erscheinen. Im Oktober eröffnet Schlingensief die neue Staatsopern-Saison im Ausweichquartier Schiller-Theater. Derzeit ist er mit mit seiner Aufführung nach Luigi Nonos „Intolleranza“ unterwegs, die in Zusammenarbeit mit afrikanischen Künstlern entstand. dpa/Tsp

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