Kultur : Schlingensiefs Erbe: Kondolenz und Biennale

Im Online-Kondolenzbuch http://kondolenzbuch.operndorf-afrika.de haben bis Montagabend mehr als 2000 Menschen von Christoph Schlingensief Abschied genommen: mit Worten des Dankes und der Trauer, mit Versen von Goethe über Bachmann bis Bob Dylan, mit Einträgen aus ganz Deutschland, Österreich, Island, Israel, Syrien oder Kanada. Mitstreiter des Künstlers sind darunter, auch viele, die ihn nicht persönlich kannten, die sich dennoch „mit ihm befreundet“ fühlen, die selber krebskrank sind oder einen Angehörigen verloren haben. Der häufigste Eintrag: „Die Besten sterben zu früh.“ Unterdessen teilte Susanne Gaensheimer, Kuratorin des Deutschen Pavillons auf der Biennale 2011und Direktorin des Frankfurter Museums für Moderne Kunst, mit, man prüfe, welche der von Schlingensief für Venedig enthusiastisch entwickelten Ideen realisiert werden können. „Wir wussten um das Risiko“, so eine Sprecherin, „aber es gab nie einen Plan B.“ Über eine mögliche Beteiligung anderer Künstler wollte man sich in Frankfurt nicht äußern. Tsp

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