SCHREIB Waren : Grass und die Brauseboys

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Sinn und Zweck dieser Kolumne ist es, aus dem umfangreichen Lesungsangebot der laufenden Woche eine irgendwie interessante Vorauswahl zu treffen. Jetzt ist aber August. Deshalb wurden die Rahmenbedingungen modifiziert, und es ist der Ehrgeiz der heutigen Kolumne, (fast) alle Lesungen dieser Woche zu erwähnen! Heute: keine Lesung. Am Mittwoch liest Claudia Rusch aus „Mein Rügen“. In dem autobiografischen Bericht geht es unter anderem um Völkerverständigung auf dem Rügendamm, Ferien bei der Oma und um die Frage, was Fontane wirklich von Sassnitz hielt (Starick-Buchhandlung, Breite Straße 35/36, 20 Uhr). Ebenfalls am Mittwoch stellt der Übersetzer Michael Walter im Gespräch mit Galiani-Verleger Wolfgang Hörner im Literarischen Colloquium seine Neuübersetzung von Laurence Sternes „Eine empfindsame Reise“ vor, das – kurz vor Sternes Tod im Jahr 1768 erschienen – einer ganzen literarischen Epoche ihren Namen gab: die Empfindsamkeit (Am Sandwerder 5, 20 Uhr). Donnerstag: Im La Luz begrüßen die Brauseboys den Weddinger SatireBlogger Gregor Mothes (Osramhöhe, Oudenarderstraße 16, 20.30 Uhr). Freitag: keine Lesung. Samstag: Die unermüdliche Jenny Schon führt in einem Spaziergang durch das literarische Friedenau. Die Niedstraße in den sechziger und siebziger Jahren. Uwe Johnson, Hans Magnus Enzensberger, Max Frisch und Ingeborg Bachmann – alle wurden sie von Grass bekocht (Anmeldung unter 030/89 2 13 38). Ebenfalls am Samstag lesen beim Kantinenlesen „Delegierte“ der vielen Berliner Lesebühnen in der Alten Kantine (Knaackstraße 97, 20 Uhr). Sonntag: Jenny Schon führt jetzt um die Krumme Lanke und den Schlachtensee (Anmeldung unter 030/89 2 13 38). Montag: Beim Autorenforum in der Schwartzschen Villa, einer der ältesten Lesebühne Berlins, können unveröffentlichte Texte vorgetragen werden (Grunewaldstraße 55, Steglitz, 20 Uhr).

(Fast-)Gerechtigkeit. So etwas wird es an dieser Stelle nie wieder geben.

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