Kultur : Schriftsteller gegen Bundeswehreinsatz

Der Verband deutscher Schriftsteller in Berlin und Brandenburg hat die Bundestagsabgeordneten aufgefordert, gegen einen Einsatz deutscher Soldaten in Afghanistan zu stimmen. "Das Volk Afghanistans braucht alle humanitäre Unterstützung, aber es braucht keinen Krieg", heißt es in einem Offenen Brief des Verbandes, der unter anderem von dem Berliner Krimiautor Horst Bosetzky (-ky) unterzeichnet wurde. "Ein Land wird ausgelöscht, 12 Millionen Menschen sind bereits auf der Flucht", erklären die Autoren. Der jetzige Krieg, der in einen Weltkrieg führen könne, sei eine Demonstration der Stärke der USA für die Welt, "ein Element der ideologischen Kriegsführung". An die Parlamentarier, die in dieser Woche über einen Bundeswehreinsatz entscheiden, richten die Schriftsteller den Appell: "Sorgen Sie für Frieden, leisten Sie Friedensarbeit, mobilisieren Sie politische und diplomatische Einflüsse gegen die Terroristen! Bündeln Sie weltweit polizeiliche Kräfte und juristische Mittel! Schaffen Sie eine Allianz für die Menschen, nicht für den Krieg!"

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