Kultur : Schriftstellerin Gisela Kraft gestorben

Im Alter von 74 Jahren ist die Schriftstellerin und Übersetzerin Gisela Kraft in Weimar gestorben. Kraft wurde 1936 in Berlin geboren, besuchte eine Schauspielschule und studierte ab 1972 dann Islamwissenschaft an der Freien Universität. Nach einer Promotion über den türkischen Dichter Fazil Hüsnü Daglarca arbeitete sie ab 1982 an der Schaubühne Berlin und engagierte sich intensiv in der Initiative „Künstler für den Frieden“. 1984 siedelte Gisela Kraft in die DDR über. Sie lebte zünächst in Ost-Berlin, seit 1997 dann in Weimar. Zu ihren literarischen Werken zählen die Gedichtbände „Katze und Derwisch“ und „Keilschrift“ sowie der Roman „Planet Novalis“. Aus dem Türkischen übersetzte sie unter anderem Aras Ören und Yunus Emre.2008 hatte Gisela Kraft den Gedichtband „Die Namen der Sehnsucht“ des türkischen Lyrikers Nâzim Hikmet ins Deutsche übertragen und dafür den Christoph-Martin-Wieland-Literaturpreis erhalten. Auf ihrer Internetseite war das Motto zu lesen: „Ich wollte ein regal bauen/aber ich baute einen Vers/darin viele bücher platz hatten“. dpa

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