Kultur : Schröder eröffnet Filmpreis-Gala

Allerneuester festlicher Rahmen in Berlin: Vor rund 1500 Gästen im frisch fertiggestellten Tempodrom wird Bundeskanzler Schröder am 1. Dezember die Gala zum Europäischen Filmpreis eröffnen. Moderiert wird die Veranstaltung, wie die Europäische Filmakademie (EFA) mitteilte, von Mel Smith. Anfang November werden die 1300 EFA-Mitglieder aus 44 vorgeschlagenen Filmen jeweils sechs Namen pro Kategorie (Film, Regie, Schauspielerin, Schauspieler, Drehbuch und Kamera) bestimmen. Aus Deutschland sind bislang mit im Spiel: Tom Tykwers "Der Krieger und die Kaiserin", Oliver Hirschbiegels "Das Experiment" und Christian Petzolds "Die innere Sicherheit".

Rund um den Preis, der alle zwei Jahre in Berlin und nunmehr zum 14. Mal verliehen wird, gibt es ein mehrtägiges öffentliches Rahmenprogramm. Dazu gehört ein Abend im Delphi-Kino, an dem die Regisseure Agnieska Holland, Detlev Buck, Fridrik Thor Fridriksson und Ken Loach ihre Erstlingsfilme selbstkritisch Revue passieren lassen, außerdem - angesichts der sensiblen Konkurrenz der Protagonisten - geradezu eine Sensation: Über Sinn, Unsinn und Zukunft von Filmfestivals diskutieren auf gemeinsamem Podium die Festivalchefs von Cannes, Venedig, Locarno, Sundance, Toronto, San Sebastian, Karlovy Vary und aus dem koreanischen Pusan. Die kommunikative Weltpremiere im Haus der Berliner Festspiele in der Schaperstraße moderieren der neue Berlinale-Leiter Dieter Kosslick und Filmkritiker Derek Malcolm.

Die Gala wird, teils zeitversetzt und in Ausschnitten, in 15 Länder übertragen, in Deutschland ist Premiere World dabei. Zur Einstimmung in das Ereignis werden die nominierten Filme vom 29. November bis zum 1. Dezember im Arsenal im Sony Center am Potsdamer Platz zu sehen sein. jal

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