Kultur : Schröder sieht in der Hauptstadt blühende Kulturlandschaften

Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) sieht Ansätze für eine neue politische Kultur in Deutschland. "Die wirklichen, spannenden Debatten über Politik und Gesellschaft werden zunehmend auf den Kulturseiten der Zeitungen geführt. Das war vor zwei Jahren noch nicht so", meinte Schröder in einem Gespräch mit dem "Spiegelreporter". Den Begriff der Berliner Republik finde er "gar nicht so schlecht", meinte Schröder in dem Interview, das der Theaterintendant Jürgen Flimm und der Rockstar Marius Müller-Westernhagen mit ihm führten. Allerdings schränkte er ein: "Wenn das was werden soll mit der Berliner Republik, dann müssen die Leute, die Kultur machen, wieder mehr sagen. Ob mir das immer gefällt, ist eine ganz andere Frage."

Außerdem bekräftigte Schröder sein Interesse am Austausch mit den Kulturschaffenden. "Im Gespräch mit Künstlern erschließen sich mir neue Dimensionen des Denkens und Fühlens. Und das ist wichtig für meine politische Arbeit". Westernhagen und Flimm kritisierten hingegen "zu viele Gesetze und Gesetzesentwürfe, die geradezu kunst- und kulturfeindlich sind".

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