Kultur : Senator Flierl nennt Berlins Staatsoper „überfinanziert“

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Die Staatsoper Unter den Linden bekommt nach Ansicht des Berliner Kultursenators Thomas Flierl zu viel Geld. Die Lindenoper sei „strukturell überfinanziert“, sagte der Politiker am Montag im Abgeordnetenhaus. Damit begründete er die Streichung der Rücklagen des Opernhauses in Höhe von 7,2 Millionen Euro für den Nachtragshaushalt 2003. Da die betreffenden Mittel weder an Investitionen noch an künstlerische Projekte gebunden waren, gehe die Kürzung nicht auf Kosten des laufenden Betriebs. Gegen die Streichung hatte Daniel Barenboim, der Generalmusikdirektor der Staatsoper, vehement protestiert. Nach Darstellung Flierls sind die Rücklagen der Staatsoper durch qualifiziertes Personal, Gastspiele und dem zentralen Standort am Lindenboulevard erwirtschaftet worden. Diese Voraussetzungen seien von der öffentlichen Hand geschaffen worden. Es sei darum legitim, wenn der Staat in Zeiten knapper Kassen solche Gewinne einbehalte. dpa

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