Sensationeller Fund : Brief des Barockdichters Fleming entdeckt

Eine Handschrift des Barockdichters Paul Fleming (1609-1640) ist in der Stadtbibliothek Chemnitz wiederentdeckt worden. Bei dem Schreiben handelt es sich um einen Brief an seinen Vater.

Chemnitz - Der Brief Flemings aus dem Jahre 1622 sei ein sensationeller Fund, sagte die Leipziger Historikerin Anette Löffler. Es handele sich um einen von insgesamt nur vier nachweisbaren Briefen und ganz wenigen noch vorhandenen Handschriften Flemings, der zu den bedeutendsten Lyrikern seiner Zeit gehört habe.

Das Schreiben des Thomasschülers in Leipzig an den Vater im sächsischen Hartenstein sei zugleich das älteste bekannte Schriftstück von Fleming. Darin bitte der 13-jährige um den Besuch des Vaters zur Vorbereitung auf ein Examen sowie um Noten für Lieder, ein Paar Schuhe, ein Töpflein Butter und ein wenig Käse. Die Handschrift habe lange Zeit als Kriegsverlust der Stadtbibliothek Chemnitz gegolten. Die anderen drei Briefe befinden sich in Wolfenbüttel. (tso/ddp)

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