Kultur : SHIRIN NESHAT

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Sie gehört zu den bekanntesten Künstlerinnen des Iran und lebt doch seit Jahren in den USA. Kein Buch über den Nahen Osten, in dem nicht eine Abbildung von Shirin Neshat zu sehen wäre, die mit ihrem Fotozyklus „Women of Allah“ Mitte der Neunziger schlagartig bekannt wurde. Mit ihren nachfolgenden Videofilmen, die sie in ihrem Heimatland drehen konnte, sicherte sie sich einen festen Platz in der internationalen VideokunstSzene, ja prägte eine neue Ästhetik der Schwarzweiß-Aufnahmen und der verdichteten metaphorischen Bilder. Mit ihren neuesten, in Farbe aufgenommenen Werken, die nun im Hamburger Bahnhof zu sehen sind, versucht sie den Schritt zum narrativen Film (30.9. bis 4.12.). Im Zentrum stehen wieder die Frauen, diesmal eine Lehrerin ( Mahkdoht , 2004) und eine Prostituierte ( Zarin , 2005), die ihr Leben in der islamischen Gesellschaft zu meistern versuchen. NK

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