Kultur : Sieben Kandidaten für Mülheims Dramatikerpreis

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Sieben zeitgenössische Autoren sind in diesem Jahr für den Mülheimer Dramatikerpreis nominiert. Der Preis wird im Rahmen der Mülheimer Theatertage NRW am 11. Juni verliehen und ist mit 10000 Euro dotiert. Unter den Nominierten sind auch die Preisträger der beiden Vorjahre, Elfriede Jelinek und Fritz Kater. Die Österreicherin Jelinek wird mit ihrem Stück „Das Werk“ vertreten sein, das im April 2003 am Burgtheater Wien in Regie von Nicolas Stemann uraufgeführt wurde. Vorjahressieger Fritz Kater alias Armin Petras zeigt den dritten Teil seiner Trilogie „We are camera/jasonmaterial“, eine deutsche Familiengeschichte als Agententhriller aus dem Thalia Theater Hamburg.

Gezeigt werden ferner zwei Stücke, die in Bochum uraufgeführt wurden: „Die Optimisten“ des Berliner Dramatikers Moritz Rinke in der Freiburger Inszenierung von Corinna von Rad und Amélie Niermeyer und „Electronic City“ von Falk Richter in der Fassung von Tom Kühnel aus der Berliner Schaubühne. Nominiert wurde außerdem der 1969 geborene Marc Becker mit „Wir im Finale. Ein deutsches Requiem“ (Theaterhaus Jena) und der ebenfalls 1969 geborene Händl Klaus mit „Wilde – der Mann mit den traurigen Augen“ (Graz/Hannover). Jüngster Teilnehmer ist der 32jährige Martin Heckmanns mit „Kränk“ (Schauspiel Frankfurt).

Die Mülheimer Theatertage gelten als wichtigstes Forum deutschsprachiger Gegenwartsdramatik. Sie finden seit 1976 statt. Preisträger waren unter anderem Franz Xaver Kroetz, Heiner Müller, Botho Strauß, George Tabori und Tankred Dorst. Tsp

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