• Sigmar Gabriel beim Kulturpolitischen Bundeskongress: Europäische Kulturhäuser in der Türkei geplant

Sigmar Gabriel beim Kulturpolitischen Bundeskongress : Europäische Kulturhäuser in der Türkei geplant

Deutschland will zusammen mit Partnerländern drei gemeinsame europäische Kulturhäuser in der Türkei gründen, wie Sigmar Gabriel beim Kulturpolitischen Bundeskongress bekannt gab.

Außenminister Sigmar Gabriel im Juni 2017 in Ankara.
Außenminister Sigmar Gabriel im Juni 2017 in Ankara.Foto: AFP/Adem Altan

Deutschland will zusammen mit mehreren Partnerländern drei gemeinsame europäische Kulturhäuser in der Türkei gründen. Das kündigte Außenminister Sigmar Gabriel (SPD) am Donnerstag beim 9. Kulturpolitischen Bundeskongress in Berlin an.

Sein Haus sei dafür auf das Goethe-Institut und das Institut français, auf niederländische und schwedische Partner sowie auf Stiftungen in Deutschland und der Türkei zugegangen, sagte Gabriel. „Wir wollen bestehende Freiräume - im wörtlichen und im übertragenen Sinne - erhalten und erweitern. Wir wollen aber versuchen, mit europäischen Partnern einen gemeinsamen Ansatz zu finden.“

Beim kommenden deutsch-französischen Ministerrat will Gabriel zudem vorschlagen, die Zusammenarbeit zwischen den Kulturinstituten der beiden Länder - dem Goethe-Institut und dem Institut français - dort zu stärken, wo bisher nur ein Partner vertreten war. „So sollen rund zehn gemeinsame Orte in den nächsten vier Jahren entstehen.“

Grütters sprach sich für Kultur der Verständigung aus

Angesichts aktueller Machtverschiebungen und neuer Nationalismen sei es notwendig, in Europa auch kulturell enger zusammenzuarbeiten, sagte der Minister. „Wenn unsere Kinder in der Welt noch eine Stimme haben sollen, wird es eine europäische sein müssen.“

Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) sprach sich in ihrer Eröffnungsrede ebenfalls für eine Kultur der Verständigung aus. Das erfordere auch, das Verbindende über das Trennende zu stellen, sagte sie - „das Menschliche über die Unterscheidung zwischen gläubig und ungläubig, zwischen deutsch und nicht-deutsch, zwischen weiblich und männlich, zwischen muslimisch und christlich“.

Der Kulturpolitische Bundeskongress bringt alle zwei Jahre Verantwortliche des kulturellen Lebens in Deutschland zusammen. Dieses Jahr steht die zweitägige Veranstaltung unter dem Thema Kulturpolitik und Globalisierung. (dpa)

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