Sohn, Soft Error, Sundara Karma : Die Pop-Alben der Woche im Soundcheck

Jeden Freitag stellen vier Popkritiker/-innen in der Radio-eins-Sendung „Soundcheck" ab 21 Uhr die Alben der Woche vor. Diesmal mit neuen Platten von Harleighblu X Starkiller, Sohn, Soft Error und Sundara Karma.

Sie überzeugen mit ihrem Konzeptalbum "Amorine": Harleighblu (links) und Starkiller
Sie überzeugen mit ihrem Konzeptalbum "Amorine": Harleighblu (links) und StarkillerFoto: Tru Thoughts Recording

Harleighblu X Starkiller: Amorine (Tru Thoughts)

Das ewige Talent Harleighblu aus England ist hierzulande fast unbekannt. In Kalifornien aber wurde ihre Stimme vom Produzententeam Starkiller gehört. „Amorine“ ist ein Konzeptalbum über eine tragische Liebe in ferner Zukunft, zitiert brillant psychedelische Science-Fiction-Scores und den Baroque-Pop der späten Sechziger. Das klingt auch deshalb so gut, weil Harleighblu mühelos schwierigste Gesangslinien meistert. Andreas Müller, Moderator

Sohn: Rennen (4AD)

Der Engländer mit dem deutschen Künstlernamen hat sich zwei Jahre Zeit für sein zweites Album genommen. Zwei Jahre, in denen Chris Taylor mehrmals um die Welt gereist ist, um seine Musik zu präsentieren. Er hat sich getrennt, neu verliebt, ist Vater geworden und er hat seine Wahlheimat Wien gegen L.A. getauscht. Das hat Folgen: Seine nach wie vor sehr guten Songs klingen druckvoller und fröhlicher. Martin Böttecher, Musikjournalist

Soft Error: Mechanisms (Village Green Records)

Ist das noch Ambient-Pop oder schon Neo-Klassik? Oder ganz was anderes? Hinter Soft Error verbergen sich DJ Tim Paris und Komponist Rupert Cross. Als Mystery-Duo Tim & Rupert haben die Briten für ihr Debütalbum neun Instrumental-Tracks geschaffen, die zwischen Brian-Eno-Scores, silbrigen Synthie-Sounds und euphorischem Pop-Appeal oszillieren. Andreas Borcholte, Spiegel Online

Sundara Karma: Youth Is Only Ever Fun In Retrospect (Sony)

Es ist natürlich ganz schön frech, wenn vier Grünschnäbel auf ihrem ersten Album so klingen, als würden sie demnächst vor 90 000 Zuschauern im Wembley-Stadion auftreten. Andererseits ist Bescheidenheit in der Popmusik nicht der beste Karriereratgeber, und rein handwerklich machen die Jungs aus Reading ihre Sache ordentlich. Bleibt die Frage: Hat die Welt auf eine britische Ausgabe der Kings Of Leon gewartet? Jörg Wunder, Tagesspiegel

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