Kultur : Sorgen um den Dirigenten Riccardo Muti

Bei einer Probe mit seinem Chicago Symphony Orchestra ist der italienische Dirigent Riccardo Muti am Freitag zusammengebrochen. Mitten in der Fünften Sinfonie von Schostakowitsch sei der 69-jährige Maestro ohnmächtig geworden und habe sich beim Sturz vom Pult eine Wunde am Kinn zugezogen, sagte ein Musiker der „New York Times“. Er habe nicht einmal die Hände ausgestreckt, um den Sturz abzufangen. Obwohl die Verletzungen nicht schwerwiegend seien und Muti bereits wieder guter Laune, wie es auf seiner Website heißt, sollte er die Nacht im Krankenhaus verbringen. Bereits im vergangenen Oktober hatte Muti mehrere Konzerte in Chicago absagen müssen: Wegen akuter Magenprobleme verließ er die USA, um sich in Italien von seinem Arzt behandeln zu lassen, der ihn jedoch nur zur Ruhe mahnte. Damals sagte er: „Ich werde das tun, was mir die Ärzte raten. Nach einem schrecklichen Sturm braucht man Zeit bis die Wolken verschwinden, auch wenn der Himmel heller geworden ist.“ Neben seinem Posten in Chicago ist Muti auch Chef der Oper in Rom. In Berlin dirigierte er zuletzt im Mai 2009 die Berliner Philharmoniker. F. H. (mit dpa)

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