Kultur : Sotheby’s: Einbruch im Kunstmarkt

Bei den New Yorker Frühjahrsauktionen ist die Wirtschaftskrise zu spüren. Die beiden wertvollsten Kunstwerke, die Sotheby’s zum Auftakt des zweiwöchigen Versteigerungsreigens am Dienstag anbot, blieben unverkauft. Für Beobachter ist das ein Signal, dass der Kunstmarkt infolge der Wirtschafts- und Finanzkrise einzubrechen droht. Dabei hatte das Auktionshaus mit Pablo Picassos „La Fille de l’artiste à deux ans et demi avec un bateau“ aus dem Jahr 1938 und Alberto Giacomettis Skulptur „Le Chat“ von 1951 zwei „Ikonen der Modernen Kunst“ anzubieten, wie der Katalog auswies. Beide Werke sollten je einen Mindesterlös von 16 Millionen Dollar (12 Millionen Euro) erbringen. Diesen Preis war niemand zu zahlen bereit. Dafür wechselten Werke der polnisch-französischen Art-Déco-Künstlerin Tamara de Lempicka aus der Sammlung von Modeschöpfer Wolfgang Joop für Rekordsummen den Besitzer. Von insgesamt zehn Werken wurden vier für zusammen 13,8 Millionen Dollar verkauft. Auch Piet Mondrians „Composition in Black and White, with Double Lines“ ging für 9,2 Millionen Dollar, mehr als das Doppelte des geschätzten Höchstpreises, an einen Unbekannten. dpa

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