Soundcheck : CD-Neuerscheinungen der Woche

Soundcheck: Wir haben die CDs der Woche abgehört und stellen heute die neuen Platten von The Coral, Haftbefehl, AC/DC und We Are Shining vor.

The Coral: The Curse of Love.
The Coral: The Curse of Love.Foto: promo

The Coral: The Curse Of Love (PIAS)

2005 veröffentlichten The Coral mit „The Invisible Invasion“ ein kleines neo-psychedelisches Meisterwerk und nahmen den Schwung mit für weiteres Material gleicher Güte. Es klang ihnen wohl zu ähnlich und die Demos für „The Curse Of Love“ verschwanden im Archiv. Nun kommen sie auf einen Markt, der durch Bands wie die Allah-Las und die Growlers gut vorbereitet ist für spinnerten Folk-Psych-Rock. So klingen diese alten Aufnahmen bemerkenswert frisch und beinahe schon aufregend. Andreas Müller, Moderator

Haftbefehl: Russisch Roulette.
Haftbefehl: Russisch Roulette.Foto: promo

Haftbefehl: Russisch Roulette (Azzlack/Universal)

Auf seinem vierten Album schält der 28-jährige Offenbacher den Großdealer-Rap-Mythos, bis statt Allmacht, Glamour und attraktiver Gefahr nur Hass, Verzweiflung und Depression übrig sind. Dazu kommen große und gewittrige Beats: „Russisch Roulette“ ist ein Meilenstein des Deutschrap. Fabian Wolff, Musikjournalist

AC/DC: Rock or Bust.
AC/DC: Rock or Bust.Foto: promo

AC/DC: Rock Or Bust (Sony)

Sechs Jahre benötigten die alten Meister der kunstvollen Reduktion und primitiver Kultiviertheit, um elf Miniaturen unter der Ägide des Erfolgsproduzenten Brendan O’Brien einzuspielen. Schon nach den ersten Takten ist klar, dass es kein Klassiker ist, auch keine Neuerfindung, aber ein souveränes Lebenszeichen. Es vermittelt die beruhigende Gewissheit, dass die Essenz des Rock ’n’ Roll nicht verloren ist. Martin Rabitz, Trinity Concerts

We are Shining: Kara.
We are Shining: Kara.Foto: promo

We Are Shining: Kara (Marathon Artists)

Morgan Zarate und Acyde waren bisher vor allem als Produzenten für Acts wie FKA Twigs oder Eliza Doolittle bekannt. Auf ihrem ersten eigenen Werk präsentieren die beiden Briten nun einen bunten Voodoo-Rock-Soul-Electro-Stilmix, der zwar einzelne bemerkenswerte Stücke enthält, als Album insgesamt aber zu disparat und willkürlich wirkt. Nadine Lange, Tagesspiegel

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