Soundcheck : CD-Neuerscheinungen der Woche

Soundcheck: Jeden Freitag stellen wir die CDs der Woche vor. Heute mit den neuen Platten von Azealia Banks, Young Fathers, Steve Gunn und Die Nerven. Hören Sie rein!

Die Nerven: Fun.
Die Nerven: Fun.Foto: promo

Die Nerven: Fun (This Charming Man)

Der Krach, den das Post-Post-Post-Punk-Trio aus Stuttgart auf seinem zweiten Album macht, ist nicht so simpel, wie er tut. Sondern: kunstvoll, kontrolliert und kraftvoll. Die Songs heißen „Albtraum“, „Angst“ oder „Nie wieder scheitern“. Zu fräsenden Gitarren und pumpendem Bass geht es um Trotz und Selbstverschwendung: „Dein wunder Punkt – der Aufprall.“ Christian Schröder, Tagesspiegel

Azealia Banks: Broke With Expensive Taste (Prospect Park)

Zwei Plattenfirmen hat die 23-Jährige aus Harlem auf dem Weg zu ihrem Debüt verschlissen. Potenzielle Kollaborateure wie Pharrell oder Disclosure verprellt und Fehden im Internet geführt. Darüber hätte man fast vergessen können, dass sie eine tolle Künstlerin ist. Jetzt ist ihr Debüt in Eigenregie erschienen. Elissa Hiersemann, Moderatorin

Young Fathers: Dead (Big Dada)

Die Wut junger, sensibler Männer: Dieses Trio aus Edinburgh hat einen eklektischen HipHop entworfen, über den sich trefflich rappen, schreien, greinen lässt. Tribalistische Elemente mischen sich mit neuesten Popströmungen, manchmal zum beabsichtigten Schiefklang, machmal süß und eingängig. Stets überschattet vom Dunkel der Straßen, die man nachts nicht allein passieren möchte. Rabea Weihser, Zeit Online

Steve Gunn: Way Out Weather (PoB)

Wie The War On Drugs (in deren Vorprogramm er tourte) oder Kurt Vile (in dessen Band er spielte) entstammt Steve Gunn der alternativen Rockszene Philadelphias. Inzwischen lebt er in Brooklyn und zeigt neben seinen Fähigkeiten als Gitarrist auch Songwriter-Talent. Ein Ohrenschmaus für Freunde fein versponnener Folk-Psychedelia. Helmut Heimann, Radio Eins

Neue Alben, Konzerte, Club-Adressen: www.tagesspiegel.de/pop


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