Soundcheck : CD-Neuerscheinungen der Woche

Soundcheck: Jede Woche stellen vier Popkritiker ihre CDs der Woche vor. Diesmal mit neuen Platten von Curtis Harding, Sleater Kinney, Panda Bear und Marilyn Manson.

Noah Lennox alias Panda Bear. "Panda Bear Meets the Grim Reaper" ist sein fünftes Soloalbum.
Noah Lennox alias Panda Bear. "Panda Bear Meets the Grim Reaper" ist sein fünftes Soloalbum.Foto: Fernanda Pereira/domino record

Panda Bear Meets The Grim Reaper (Domino)

Wäre Noah Lennox ein Koch, dann wäre seine Spezialität ein Schichtsalat aus Dutzenden von Zutaten. Darunter so gegensätzliche wie Erdbeereis und Essiggurken. Aber Noah Lennox ist kein Koch, sondern Panda Bear, der Musiker. Wie kein anderer schichtet er Sound auf Sound und erreicht dabei, um beim Thema zu bleiben, electro-pschedelische Sternekochqualitäten.
Martin Böttcher, Musikjournalist

Curtis Harding: Soul Power (Anit)

Mit 35 Jahren ist Curtis Harding ein Veteran: Als Kind zog er mit einer Gospeltruppe durch die USA, wurde dann zum gefragten Backgroundsänger, spielte in Punkbands und legte 2014 sein Solobebüt vor, das jetzt auch bei uns veröffentlicht wird. Sein Soul ist immer dann am packendsten, wenn die Garagenrockvergangenheit durchscheint. Immerhin: Es ist nicht der zehnte Retro-Soul-Aufguss.
Andreas Müller, Moderator

Sleater Kinney: No Cities To Love (SubPop/Cargo)

Ach, schon wieder: die neunziger Jahre, Alternative Rock, ein weiteres Comeback, diesmal aus dem Ressort Riot Girlism. Sind schön nervöse, bohrende, oft unzugängliche Songs, die die drei Sleater-Kinney-Frauen komponiert und eingespielt haben, garantiert Stadionrock-untauglich. Aber auch garantiert aus der Zeit gefallen.
Gerrit Bartels, Tagesspiegel

Marilyn Manson: The Pale Emperor (Vertigo)

Schock-Rocker Marilyn Manson kehrt nach dreijähriger Pause zurück. Sein neues Album wird dabei einmal mehr als Neuerfindung angepriesen, zudem habe er nun „den Blues gefunden“, wie er in Interviews erzählt. Doch reicht das, um dem verblassten einstigen „Antichrist Superstar“ auch in der Gegenwart wieder Relevanz zu geben?
Torsten Hempelt, Radio eins

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