SOUNDCHECK : CD-Neuerscheinungen

Jede Woche stellen vier Popkritikerinnen und -kritiker CDs der Woche vor. Diesmal mit The Polyversal Souls,Ghostface Killah & Adrian Younge,Tess Parks & Anton Newcombe,Ezra Furman. Ab 21 Uhr im "Soundcheck" auf Radio eins.

Polyversal Souls mit Max Weissenfeldt (rechts sitzend). Foto: Sebastian Marggraf
Polyversal Souls mit Max Weissenfeldt (rechts sitzend).Foto: Sebastian Marggraf

The Polyversal Souls: Invisible Joy (Philophon)

Der internationalen Musikerschar um Meisterschlagzeuger Max Weissenfeldt gelingt das große Wunder: Sie verbindet europäische, karibische und westafrikanische Musik zu einem Sound, der völlig frei von allen Weltmusik-Klischees bleibt. Weissenfeldts Vision von einer Weltkultur, in der die unterschiedlichsten Menschen gleichberechtigt aufeinandertreffen, um etwas Neues zu schaffen, geht auf dem Album auf. Auch Sun Ra und Duke Ellington schauen in diesem Polyversum auf ein kleines Tänzchen vorbei. Andreas Müller, Moderator

Ghostface Killah & Adrian Younge: "12 Reasons To Die II" (Linear Lab)

Ghostface Killah vom Wu-Tang Clan ist fleißig wie nie und veröffentlicht sein drittes Album in sechs Monaten. Während Adrian Younge handgearbeitete Retro-Beats mit Horrorflair bastelt, erzählt Ghost zum zweiten Mal über einen untoten maskierten Rächer, der in Mafiakreisen aufräumt. Solide Wu-Kost zwischen atmosphärischem Storytelling und gerapptem Krimi-Hörspiel. Fabian Wolff, Musikjournalist

Tess Parks & Anton Newcombe: "I Declare Nothing" (,A‘ Recordings)

„Ich hoffe, euch gefällt die Schlichtheit dieses Albums“, sagt Anton Newcombe, Kopf des kalifornischen Brian Jonestown Massacre, und präsentiert zusammen mit Tess Newcombe, der rauchstimmigen jungen Kanadierin, ein schleppend minimalistisches, düster repetitives Psychedelic- Werk, das mit seinen wenigen zirkulierenden Harmonien vom Hörer erobert werden will. Jürgen König, Radio eins

Ezra Furman: "Perpetual Motion People" (Bella Union)

Minikleid, Lippenstift und wilde Genremixe – das sind die Markenzeichen des 28-jährigen Ezra Furman aus Chicago. Sein drittes Soloalbum klingt ungefähr so, als hätten sich die Violent Femmes zusammen mit Adam Green und Ben Folds „The Rocky Horror Picture Show“ angeschaut und dann im Studio gejammt. Sehr abwechslungsreich also – aber auch schnell wieder verpufft. Nadine Lange, Tagesspiegel

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