Soundcheck : CD-Neuerscheinungen

Jede Woche stellen vier Popkritiker ihre CDs der Woche vor. Diesmal mit neuen Platten von Destroyer, K. Flay, Aero Fynn und Foals. Und ab 21 Uhr in der Sendung Soundcheck auf Radio eins.

Die Band "Foals" bei einem Konzert in Spanien Foto: dpa
Die Band "Foals" bei einem Konzert in SpanienFoto: dpa

Foals - What Went Down (Warner)

Mit dem vierten Album hat es sie doch erwischt: die große Rockstar-Depression. „I buried my heart in a hole in the ground“, jault Sänger Yannis Philippakis. Nicht, dass die fünf Briten aus Oxford sich aufgegeben hätten. Doch längst genügt ihnen der Sound von Quecksilber-Gitarren und Afrobeats nicht mehr. Es geht sehr hart und einsam zu. Diese Band wird immer besser, je zweifelnder sie wird. Kai Müller, Tagesspiegel

Destroyer - Poison Season (Dead Oceans/ Cargo Records)

Der Kanadier Daniel Bejar ist erst spät zu Ruhm gelangt. Sein Album „Kaputt“ von 2011 wurde euphorisch aufgenommen, was bei dem scheuen Musiker eher gemischte Gefühle auslöste. Das neue Werk ist wieder ein großer Wurf, besonders wenn man auf schmalzige Saxofon- und traurige Synthieklänge steht und noch viel wichtiger: auf Überraschungen. Elissa Hiersemann, Moderatorin

K.Flay - Life As A Dog (Humming Records)

Schamlos poppige, grenzenlose Musik, clever zusammengebraut von der 30-jährigen Kristine Flaherty. Ein Hip-Hop-Album für Menschen, die eigentlich keinen Hip-Hop hören. Die Indie-Platte für Indie-Hasser. Elektronisches für Nichtelektroniker. Vor allem aber: gut. Martin Böttcher, Musikjournalist

Aero Fynn - Aero Fynn (Memphis Industries/Indigo)

Aero Flynn heißt das neue Projekt von Sänger und Songschreiber Josh Scott. Hierzulande zwar noch unbekannt, ist jedoch das musikalische Idol und der Weggefährte von Bon-Iver-Kopf Justin Vernon. Letzterer, mittlerweile Grammygewinner, meint, dass Scott schon immer die größeren Ideen, den fesselnderen Gesang und die ehrlicheren Lyrics gehabt hätte als er selber. Stimmt! Claudia Gehrt, Radio eins

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