Soundcheck : Die CD-Neuerscheinungen der Woche

Jede Woche stellen vier Popkritikerinnen und Popkritiker in der Radio-eins-Sendung "Soundcheck" ab 21 Uhr die Alben der Woche vor. Diesmal mit neuen Platten von Beyoncé, Anohni, Luh und Cyndi Lauper.

Die amerikanische Sängerin Beyoncé.
Die amerikanische Sängerin Beyoncé.Foto: Parkwood Entertainment

Beyoncé: Lemonade (Sony)

Paartherapie deluxe. Die mit Produzent und Rapper Jay-Z verheiratete Sängerin präsentiert sich als betrogene Traumfrau. Das ist eine starke Geste. Aber dass es da einen Schmerz gäbe, der nach Musik schreit, ist nicht zu erkennen. Es geht vor allem um den emotionalen Bogen, der die Ehefrau am Ende fester an ihren Mann bindet. Und sei er auch ein Scheusal. Das ist die Tragödie der Beyoncé, die unbesungen bleibt. Kai Müller, Tagesspiegel

Anohni: Hopelessness (Beggars)

Antony Hegarty, der mit seiner Band The Johnsons einige der wichtigsten Alben der nuller Jahre aufnahm, macht nun unter dem weiblichen „spirit name“ Anohni Protestmusik. Zu Elektrobeats von Hudson Mohawke und Oneohtrix Point Never, singt sie über Erderwärmung, Drohnenkrieg, Überwachungsstaat und die Macht der Banken. Maik Brüggemeyer, Rolling Stone

Luh: Spiritual Songs For Lovers To Sing (Mute)

Die britische Band WU LYF erzeugte 2008 einen kleinen Hype. Später verließ Sänger Ellery Roberts die Gruppe. Gemeinsam mit der Künstlerin Ebony Hoorn kombiniert er nun unter dem Namen Luh Musik, Kunst, Fotografie und Film. Eine geisterhafte Schlierenmusik, deren eindringlichstes Merkmal Roberts’ röchelnd-kratzige Stimme ist. Torsten Groß, Moderator

Cyndi Lauper: Detour (Rhino)

Nach ihrem Memphis-Blues-Album von 2010 widmet sich Cyndi Lauper einem weiteren klassisch-amerikanischen Genre: Country und Western. Mit Gästen wie Emmylou Harris, Willie Nelson, und Jewel interpretiert sie Genre-Klassiker und lässt authentische Saloon- und Highwaystimmung aufkommen. Christina Mohr, Spex/Missy Magazin

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