Soundcheck : Die Pop-Alben der Woche

Jede Woche stellen vier Popkritiker im Soundcheck die Alben der Woche vor. Diesmal mit neuen Platten von Hinds, Villagers, David Bowie und Adam 13.

Das spanische Garagenrock-Quartett Hinds.
Das spanische Garagenrock-Quartett Hinds.Foto: Lucky Numbers

Hinds: "Leave Me Alone" (Lucky Number)

Dass sich diverse Medien vor Begeisterung über Hinds überschlagen, ist der Band aus Madrid nicht anzulasten. Eher den Kolleginnen und Kollegen, die hysterisch eine Musik feiern, die seit Jahren im kalifornischen Untergrund köchelt, aber hier bislang weitgehend ignoriert wurde: Neo-Psych-Surf-Garagen-Rock. Den spielen die vier sehr ordentlich, stilecht und naiv-charmant. Ein sonderlich aufregendes Debüt ist „Leave Me Alone“ nicht.

Andreas Müller, Moderator

Villagers: "Where Have You Been All My Life?" (Domino)

Dies ist keine Werkschau. Conor O’Brien hat mit seiner Band lediglich die Songs seiner ersten drei Alben in deren aktueller Liveversion eingespielt. Alles an einem Tag, wie aus einem Guss. Die meisten Songs klingen geschlossener, weniger nach Einzelgängertum, mehr nach Band. Dadurch allerdings auch sehr gleichförmig. Kein zwingendes Werk, eher eine Zugabe für Fans.

Steen Lorenzen, Radio eins

David Bowie: "Blackstar" (Sony)

Wie jede von David Bowies Platten in den letzten 35 Jahren lässt einen auch diese ein wenig ratlos zurück. Hörbar das Werk eines als Sänger kaum noch vorhandenen Künstlers und mit ambitiösem Progrock-Arrangements überfrachtet, ist „Blackstar“ aber als das von jeglicher Zeitgenossenschaft entkoppelte Alterswerk einer per definitionem alterslosen Poplegende hochinteressant.

Jörg Wunder, Tagesspiegel

Adam 13: "Knast im Kopf" (Adam 13)

Schlagzeuger Simon Brauer und Gitarrist, Sänger Phatsen haben die Essenz aus White Stripes, Royal Blood und Black Keys inhaliert und spucken ihre Erkenntnisse als wilde Mischung von Trio und Foyer Des Arts wieder aus. Aufgenommen hat das Berliner Duo seine zwölf musikalischen Peitschenhiebe mit dadaistischer Note im alten Rundfunkgebäude an der Nalepastraße.

Martin Rabitz, Trinity Concerts

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