Soundcheck : Die Pop-Alben der Woche

Jede Woche stellen vier Popkritiker im Soundcheck die Alben der Woche vor. Diesmal mit neuen Platten von Fat White Family, Savages, Tortoise und Lucinda Williams.

Die Londoner Band Fat White Family.
Die Londoner Band Fat White Family.Foto: PIAS

Fat White Family: Songs For Our Mothers (Pias)

Die Fat White Family macht es einem leicht, sie schlimm zu finden. Tabubrüche bietet ihr zweites Album in jedem Song: explizite Sex-Lyrik, Nazi-Bezüge in Titeln wie „Goodbye Goebbels“. Die Provo-Geste wäre nicht nötig, sind doch Haltung und Musik der Londoner schon provokativ genug.
Andreas Müller, Moderator

Savages: Adore Life (Beggars)
Ayşe, Fay, Jehnny und Gemma verehren das Leben auf ihrem zweiten Album. Sie beten es in gewohnt aggressiver Manier an. Der Unterschied zum Debüt: die Zwischentöne. Sanft und trotzdem druckvoll. Der punkige Rock der Savages ist noch lange nicht auserzählt. Macht schon jetzt Lust auf Album Nr. 3.
Elissa Hiersemann, Radio Eins

Tortoise: The Catastrophist (Thrill Jockey)

Nach sieben Jahren Pause bringt das Quintett aus Chicago sein siebtes Album heraus, auf dem es sich zwischen atmosphärischen Synthesizertracks und unaufgeregten Post-Rock-Exkursionen bewegt. Zwei Mal wird sogar gesungen. Hübsch für Fans, nicht sonderlich fesselnd für den Rest.
Nadine Lange, Tagesspiegel

Lucinda Williams: The Ghost of Highway 20 (Highway 20)

Die 62-jährige Musikerin, seit 40 Jahren aktiv, ist eine der profiliertesten Singer/Songwriterinnen des Countryrock. Ihre Texte behandeln große Themen (die Liebe, den Tod). Mit ihrem neuen Album, dem 2. auf ihrem eigenen Label, untermauert sie eindrucksvoll ihren Ruf.
Helmut Heimann, Radio Eins

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