Soundcheck : Die Pop-Alben der Woche

Jede Woche stellen vier Popkritikerinnen und Popkritiker in der Radio-eins-Sendung Soundcheck die Alben der Woche vor. Diesmal mit neuen Platten von Money, Bloc Party, Your Friend und Get Well Soon. Eine Vorschau.

Die Band Money aus Manchester.
Die Band Money aus Manchester.Foto: Promo

Money: "Suicide Songs" (Bella Union)

Wenn im Januarmatsch der letzte Funken guter Laune verlischt, kommt diese Platte gerade recht. Money aus Manchester zelebrieren in von taumelnden Rhythmen getragenen Liedern Traurigkeit und Untergang. Sänger Jamie Lees bejammert das Dunkelgrau. Gegen Ende ist das dann weniger doom als vielmehr ein bisschen doof...
Andreas Müller, Moderator

Bloc Party: "Hymns" (Infectious/BMG)

Wieder einmal „erfindet“ eine Band „sich neu“: tschüs Post-Postrock samt Indiegitarrengedöns, hallo hymnisch-elektronisches Irgendwas mit Neo-Soul-Intarsien und deutlich erhöhtem Religiositätsfaktor. Wollen wir das? Brauchen wir das? Stay tuned!
Thomas Groß, Die Zeit

Your Friend: "Gumption" (Domino)

Mit ihrer klangvoll-androgynen Stimme stellt sich Taryn Miller auf ihrem Debütalbum wie mit einem festen Händedruck vor. Aber gleich Freunde werden? Dafür sind die Songs doch zu statisch, ist die Instrumentalisierung mit echobeladener Gitarre und dumpfer Percussion zu unerheblich.
Hannah Pilarczyk, Spiegel Online

Get Well Soon: "Love" (Caroline/Universal)

Konstantin Gropper arbeitet mit seiner Quasi-Einmannband schon lange am perfekten Pop. Mit diesem Konzeptalbum, seinem bislang besten, kommt er dem Ideal ziemlich nahe. Schwelgerische Songs, akustische Melancholie. Synthiefanfaren, Bläser, Streicher – alles da. Liebe, lernen wir, ist eine Narration. Und die allerschönste Fiktion.
Christian Schröder, Tagesspiegel

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