SOUNDCHECK : Die Pop-Alben der Woche

Jede Woche stellen vier Popkritiker/-innen in der Radio-eins-Sendung "Soundcheck" ab 21 Uhr die Alben der Woche vor. Diesmal mit neuen Platten von Jessy Lanza, onDeadWaves, Gemma Ray und Bob Dylan. Eine Vorschau.

Die Kreuzbergerin Gemma Rey - schreibt Musik wie für einen Tarantino-Soundtrack.
Die Kreuzbergerin Gemma Rey - schreibt Musik wie für einen Tarantino-Soundtrack.Foto: dpa

Gemma Ray: The Exodus Suite (Bronze Rat Records)

Zieht die Vorhänge zu, erhöht den UV-Schutz – Gemma Ray, Kreuzbergerin und Britin, verbreitet ihr düsteres Timbre. Eine Initiativbewerbung für den nächsten Tarantino- Soundtrack. Ganz wie damals, und doch aufgenommen in der Gegenwart: in den Candy Bomber Studios im Ex-Flughafen Tempelhof. Esther Kogelboom, Tagesspiegel

Jessy Lanza: Oh No (Hyberdub)

Paranoia und Kummer sind die Motoren, die Jessy Lanzas zweites Album antreiben. Eine angebliche Belastung durch Radon im Hause ihres Produzenten Jeremy Greenspan und allgemeiner Weltekel würden bei anderen Künstlerinnen wahrscheinlich zu düsteren Klangflächen führen. Lanza aber komponierte nervöse blinkende Elektro-PopTracks, die mit ihrem Minimalismus weite Räume öffnen. Andreas Müller, Moderator

onDeadWaves: onDeadWaves (Mute)

Wird denn schon wieder Herbst? Polly Scattergood und James Chapman (Maps) haben die Windmaschine auf „Mitte Oktober“ gestellt. Dass die Dosis das Gift ausmacht, sagt man. Hier heißt es „moll“. Thomas Misersky, Warner Music

Bob Dylan: Fallen Angels (Columbia/Sony)

Bob Dylans Erkundung des Great American Songbook geht weiter. Wie schon auf „Shadows In the Night“ aus dem vergangenen Jahr huldigt er auf „Fallen Angels“ der Prä-Rock ’n’ Roll-Ära und singt Standards, die schon Frank Sinatra im Repertoire hatte. Das Album ist ein wenig heller als der Vorgänger, klingt oftmals gar countryesk, und Dylan gelingen in taumelndem, nun ja, Belcanto anrührende Interpretationen. Maik Brüggemeyer, Rolling Stone

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben