Soundcheck : Die Pop-Alben der Woche

Jede Woche stellen vier Popkritikerinnen und Popkritiker in der Radio-eins-Sendung „Soundcheck" ab 21 Uhr die Alben der Woche vor. Diesmal mit neuen Platten von Jake Bugg, Swans, Raime und Laura Mvula.

Der britische Musiker Jake Bugg.
Der britische Musiker Jake Bugg.Foto: Universal

Jake Bugg: On My One (EMI)

Der Junge aus Nottingham klingt auf seinem dritten Album noch immer wie einer, der schon alles erlebt hat und den nichts erschüttern kann. Nur die Liebe, die ist nicht leicht. Diesmal hat er alles selbst geschrieben, produziert und eingespielt. Der Sound ist heterogen zwischen Country-Blues, Hip-Hop und Schnulze. Passt. Andreas Müller, Moderator

Swans: The Glowing Man (Mute)

Seit ihrer Rückkehr vor sechs Jahren können die Swans scheinbar gar nichts anderes, als epochale Meisterwerke abzuliefern. Auch „The Glowing Man“, das erklärte Ende dieser Schaffensphase der Band, ist ein Noise-Zentralmassiv: Krach als Erleuchtung. Fabian Wolff, Musikjournalist

Raime: Tooth (Blackest Ever Black)

Schwärzer geht es nicht: Das britische Duo Raime hat nicht nur das finsterste Album der Saison vorgelegt, sondern brilliert auf „Tooth“ mit meisterhaftem musikalischem Minimalismus. Dub-Techno trifft auf blecherne Pauken, schroffe Gitarrenriffs und leidendes Winseln von Zwergen in Kerkern. Jens Balzer, Berliner Zeitung

Laura Mvula: The Dreaming Room (RCA)

Hier regiert der Imperativ: „Show Me Love“, „Kiss My Feet“, „Let Me Fall“ – wen die britische Soul- und Popsängerin Laura Mvula da wohl anspricht? Die Songs auf ihrem zweiten Album sind schwelgerisch-orchestral-björkhaft, manchmal auch zupackend. Gerrit Bartels, Tagesspiegel

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