Soundcheck : Die Pop-Alben der Woche

Jede Woche stellen vier Popkritikerinnen und Popkritiker in der Radio-eins-Sendung "Soundcheck" ab 21 Uhr die Alben der Woche vor. Diesmal mit neuen Platten von The Amazing, Teesy, Aaron Neville und Honne.

Sänger Teesy.
Sänger Teesy.Foto: Doris Spiekermann-Klaas

The Amazing: Ambulance (PIAS)

Ein Sirren und Flirren sendet die Musik von The Amazing auf dieser Platte aus, dass es einen beinahe aus dem Sessel transzendiert. Stets ist der freie Geist dieser Schweden zu hören, die offenbar niemandem etwas schuldig sind und fern ökonomischer Begehrlichkeiten aufspielen können. Feine Melodien, gewoben aus teurem Gitarren-Garn, umschweben eine Grundstimmung in Grau-Weiß. Andreas Müller, Moderator

Teesy: Wünschdirwas (Chimperator)

26-jähriges Ostberliner Küken mit Sozialisierung in der Hamburger Rapszene sucht zwischen Pharrell und Phil Collins nach seiner Seele, stößt in den Tiefen des Soul und R’n’B auf deutsche Rapromantik. Ehrlichkeit statt Protzen, große Liebe statt dicker Hose: Angst vor Gefühlen hat das Kerlchen nicht. Jenni Zylka, Musikjournalistin

Aaron Neville: Apache (Rough Trade)

Fragt man nach Soulsängern aus den goldenen Zeiten, fallen viele große Namen. Aber Aaron Neville wird oft übersehen. Dabei hat er diese Stimme, wunderbar beweglich, man erkennt sie sofort. Zu seinem 75. Geburtstag hat er sich ein Album geschenkt, das im besten Sinne retro ist. Rabea Weihser, Zeit Online

Honne: Warm On A Cold Night (Atlantic)

Songs des Londoner Duos geistern bereits als Geheimtipp durchs Netz, nun sammeln Honne mit ihrem Debüt die Vorschusslorbeeren ein. Der Titel ist Programm: Trotz der überwiegend elektronischen Bauart klingt der gemächlich groovende Blue Eyed Soul organisch. Soundtrack für urbane Melancholiker. Jörg Wunder, Tagesspiegel

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