Soundcheck : Die Pop-Alben der Woche

Jede Woche stellen vier Popkritikerinnen und Popkritiker in der Radio-eins-Sendung "Soundcheck" ab 21 Uhr die Alben der Woche vor. Diesmal mit neuen Platten von den Beginnern, Britney Spears, De La Soul und Frank Ocean. Eine Vorschau.

Die Beginner Jan Delay, Dennis Lisk und Guido Weiß.
Die Beginner Jan Delay, Dennis Lisk und Guido Weiß.Foto: dpa

Beginner: Advanced Chemistry (Universal)

13 Jahre nach „Blast Action Heroes“ wollen sie wieder die Derbsten sein. „Es war einmal“ erklärt dem Nachwuchs die eigene Geschichte, „Macha Macha“ vergleicht aktuelle Macherpositionen: Haftbefehl (Auto zu Schrott fahren, sich verpissen) und Beginner (Kids in die Schule bringen). Der Flow der Neunziger mit den Sounds von heute. Torsten Groß, Moderator

Britney Spears: Glory (Sony)

Mit ihrem neunten Album versucht Spears, sich am Rand des R’n’B- Markts zu behaupten, neben dancefloorbeherrschenden Giga-Produktionen. Doch es guckt keiner hin – zu seicht ist, was aus ihr herauspiepst. Bei Britney gucken die Leute nur, wenn sie scheitert. „I’m invisible“, singt sie. Arme Britney-Bitch. Jenni Zylka, Musikjournalistin

De La Soul: And The Anonymous Nobody (AOI)

De La Soul is not dead: Hip-Hop ohne die US-Crew wäre wie Guido Knopp ohne Hitler. Wenn eine Platte mit einem herzergreifenden, von Jill Scott gesprochenen Monolog über die Liebe beginnt, weiß man, dass es noch Hoffnung gibt. Die Platte beamt einen wunderbar zurück in die Rollschuhdisko. Oliver Polak, Comedian

Frank Ocean: Blond (nur digital)

Nach seinem überragenden Debüt wurde von Ocean erwartet, dass er mindestens den R’n’B, vielleicht sogar die Popmusik auf ein neues Level hebt. Vier Jahre später kann man festhalten: Auch die neue Platte ist außergewöhnlich. Statt Beats gibt es auf den skizzenhaften Tracks verinnerlichten, verrätselten und immer wieder absolut großartigen Songwriter-Soul. Jörg Wunder, Tagesspiegel

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