Soundcheck : Die Pop Alben der Woche

Jeden Freitag ab 21 Uhr stellen vier Popkritiker/-innen in der Radio-eins-Sendung "Soundcheck" ihre CDs der Woche vor. Diesmal mit neuen Platten von Nick Cave & The Bad Seeds, Hannah Epperson, Die Antwoord und The Handsome. Eine Vorschau.

Cave versucht sich an Worten für das Unfassbare.
Cave versucht sich an Worten für das Unfassbare.Foto: Alwin Kuchler

Nick Cave & The Bad Seeds: „Skeleton Tree“ (Kobalt)

Stets war Cave ein Meister der dunklen Seiten des Lebens. Diesmal war alles anders: Es ist unmöglich, „Skeleton Tree“ zu hören, ohne an Caves Sohn zu denken, der während der Aufnahmen auf tragische Weise starb. Verzweifelt versucht sich Cave nun an Worten für das Unfassbare.

Torsten Groß, Moderator

Hannah Epperson: „Upsweep“ (Listenrecords)

Die Sängerin und Geigerin aus New York interessiert sich für Folk aus den Appalachen genauso wie für Country oder Flamenco. Epperson verbindet klassische Musik mit Indie-Pop, wer Feist oder Owen Pallett mag, liegt mit Hannah Epperson richtig.

Anne Haffmanns, Musikmanagerin

Die Antwoord: „Mount Ninj...“ (ZEF)

Explizite Sprache, brutale, pornografische Videos, geile Beats. Die Antwoord – Afrikaans für The Answer – entpuppen sich immer mehr als ein das ganze Leben umfassendes Kunstprojekt, Schwerpunkt: Musik, Video, Performance. Ihr viertes Album ist eine ins Musicalhafte abdriftende Rap-Collage.

Max Dax, Musikjournalist

The Handsome: „Family Unseen„ (Loose)

„Southern Gothic“ heißt ein ziemlich neues Genre. Südstaatengrusel, damit kennt sich dieses Duo aus, das Ehepaar Brett & Rennie Sparks. Den Schrecken ihrer Texte verstecken sie in schunkelndem Schönklang. Ihr 10. Album, vielleicht das beste.

Christian Schröder, Tagesspiegel

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