Soundcheck : Die Pop-Alben der Woche

Jeden Freitag stellen vier Popkritiker/-innen in der Radio-eins-Sendung „Soundcheck" ab 21 Uhr die Alben der Woche vor. Diesmal mit neuen Platten von Yello, Kate Tempest, Norah Jones und Embryo.

Verspielt und doch altbekannt: das Elektropop Duo Yello.
Verspielt und doch altbekannt: das Elektropop Duo Yello.Foto: Universal

Yello: Toy (Universal)

Hatte das Schweizer Elektronik-Duo Yello in den Achtzigern eigentlich auch so einen Monsterhit wie New Order mit „Blue Monday“? Sicher, haufenweise, nur die Titel sind nicht so präsent, der zackige Elektropop von Yello aber sofort. Nun also wieder ein Yello-Album. Das braucht kein Mensch, gewinnt der elektronischen Musik keine neuen Facetten ab, klingt nach Yello, klar – und klingt ganz gut. Gerrit Bartels, Tagesspiegel

Kate Tempest: Let Them Eat Chaos (Caroline)

Sieben Fremde stehen im Mittelpunkt des zweiten Albums der Londoner Rapperin und Autorin Kate Tempest. Alle haben eine Gemeinsamkeit: Sie sind morgens um 4.18 Uhr wach. Es sind universelle Geschichten von Drogenmissbrauch, Gentrifizierungsängsten, Verrohung, Entfremdung, Einsamkeit. Wie die 30-jährige Britin all das erzählt, ist erneut einzigartig. Elissa Hiersemann, Radio eins

Norah Jones: Day Breaks (Blue Note)

Dass Norah Jones mehr ist als ein säuselnder Augenschmaus, hat die 37-jährige Pianistin und Sängerin längst bewiesen. Sie betört durch ihre von Jazz-Ästhetik und Pop-Sensibilität geprägte Musik. Begleitet von Größen wie Lonnie Smith (Orgel) und Wayne Shorter (Saxofon) kehrt sie auf ihrem sechsten Album zu ihren Piano-geprägten Anfängen zurück. Schön, dass es sie gibt. Helmut Heimann, Radio eins

Embryo: It Do (Trikont)

Seit 50 Jahren umkreist Raumschiff Embryo unseren Planeten. An Bord freie Geister, die freie Musik spielen. Auf dem neuen Album werden die fünf Dekaden scheinbar resümiert: Jazz-Rock, Freak-Out, und natürlich schlüssige und zwanglos organische Begegnungen mit Musikanten aus diversen Weltengegenden sind zu hören. „It Do“ markiert dabei einen Aufbruch: Marja, Tochter von Mastermind Christian Burchards, hat das Steuer übernommen. Andreas Müller, Moderator

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