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Foto: privat
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CD-NEUERSCHEINUNGEN

ROCK Mutter Mein kleiner Krieg (Die eigene Gesellschaft) Mutters Rückkehr 2010 nach sechs Jahren Stille ließ die Reste des deutschen Diskurspops schlagartig irrelevant klingen. Das Überraschungsmoment ist weg, aber Sänger Max Müllers ungefiltertes Leiden an der Welt lässt Mutter wieder einmal als Solitär im deutschen Pop aufragen. Andreas Müller, Moderator

Jeden Freitag zwischen

21 und 23 Uhr reden vier Popkritiker

auf       über ihre CDs

der Woche. Diesmal:

POP Tony Christie Now’s the Time (Acid Jazz/Sony)

Tony Christie gilt bei Pop-Nerds schon seit einer Weile als Ahnvater des Sheffield Cool: Mit diesem Album, voll bläserintensivem, todschickem Lounge-Pop und Gastbeiträgen von Jarvis Cocker und Róisin Murphy, stellt der mittlerweile 68 Jahre alte Crooner-Veteran klar, dass er’s wirklich ist. Christian Seidl, Bild am Sonntag

METAL Lou Reed & Metallica Lulu (Vertigo) Über befreienden und ohnmächtigen Sex, das Leben ohne Liebe und den Tod hat Reed Texte geschrieben. Ursprünglich für eine Robert- Wilson-Inszenierung am Berliner Ensemble. Nun ergreift Lou selbst seine Worte, Metallica jammen. Kontrollfreaks proben den Kontrollverlust. Zwischen frei und Metalbrei. Steen Lorenzen, Radio Eins

POP Peter Licht Das Ende der Beschwerde (Motor)

Licht ist das Phantom des deutschen Pop. Ein Prediger der Verweigerung, der in der Ära des Facebook-Exhibitionismus sein Gesicht nicht zeigt. Auf seinem 6. Album singt er: „Gesellschaft ist toll, wenn nur die Leute nicht wär’n.“ Die Texte sind clever wie immer, die elektronischer gewordene Musik changiert zwischen Blumfeld und Rosenstolz. Christian Schröder, Tagesspiegel

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