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CD-NEUERSCHEINUNGEN

POP Phantom Ghost

Pardon My English (Dial)

In einer Hotelbar fanden

Tocotronic-Sänger Dirk von Lowtzow und Thies Mynther von Stella einst zu

diesem Feierabendspaß zusammen, der auf

seinem fünften Album tatsächlich nach

Hotelbar klingt. Vermeintlich komische Pianovignetten und wortspielgesättigter Gesang ergeben einen netten Insiderwitz, langweilen aber den großen Rest der Menschheit. Andreas Müller, Moderator

Jeden Freitag zwischen

21 und 23 Uhr reden vier Popkritiker

auf       über ihre CDs

der Woche. Diesmal:

POP Dexys One Day I’m Going to Soar (Buback)

Neben dem Hurra-Schrei der Dexys-Nostalgiker hinterlässt die Comebackplatte Fragezeichen: Retro- Avantgarde oder unfertiges Lebenszeichen aus dem Proberaum? Egal, am Ende siegt bedingungslose Sympathie für den ewig verlorenen Kevin Rowland und seine Retrospektive: Erhaben und melancholisch bis melodramatisch verpackt in wahrem Soul, polterndem Folk und vergangenem New Wave. Christine Watty, Musikjournalistin

PUNK Slime Sich fügen heißt lügen (People Like You) Die legendäre Hamburger Punkband hat sich – an Bass und Schlagzeug neu besetzt – nach 18 Jahren wieder zusammengetan. Auf ihrem zackig hingeknüppelten Comeback-Album vertonen sie Texte des Anarchisten und Dichters Erich Mühsam, was leider nach der Hälfte der 13 Songs ein wenig ermüdend wirkt. Nadine Lange, Tagesspiegel

POP Rumer Boys Don’t Cry (Warner)

Siebziger-Jahre-Momente interpretiert von Burt-Bacharach-Liebling Rumer. Songs von Todd Rundgren, Hall & Oates und Townes van Zandt bekommen einen neuen Anstrich, aber keine neuen

Farben. Die Formel ist bekannt: Frau mit Stimme soll sich mit erlesenem Material in die Herzen spielen. Mit dem vorherhörbaren, einlullenden Ergebnis. Demnächst dann bitte wieder Rumer-Songs. Steen Lorenzen, Radio eins

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