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Foto: privat
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CD-NEUERSCHEINUNGEN

GOTH Gazelle Twin

The Entire City (Anti- Ghost Moon Ray Records) In England bereits im vergangenen Jahr erschienen, könnte es für diese Düsterfrau mit Gesamtkunstwerkanspruch vielleicht schon zu spät sein, um bei uns noch gehört zu werden. Der Neo-Goth-Markt ist gut gefüllt mit Zola Jesus, Poliça etc. Gazelle Twin wird interessant durch ihren Mut, Grenzen zur Avantgarde zu ignorieren und ganz finstere Wege zu beschreiten. Andreas Müller, Moderator

Jeden Freitag zwischen

21 und 23 Uhr reden vier Popkritiker

auf       über ihre CDs

der Woche. Diesmal:

TECHNOJAZZ Moritz von Oswald Trio Fetch

(Honest Jon’s)

Dunkel, dubbig, monoton, hypnotisch und seltsam: Auf vier langen bis sehr langen Stücken sucht dieses Trio nach der Essenz von Musik und findet dabei den Soundtrack für einen imaginären Club der Zukunft: Ein Drittel Berghain, ein Drittel Birdland, der Rest ist Lynch, King Tubby und Blade Runner.

Martin Böttcher, Musikjournalist

POP The Invisible Rispah (Ninja Tune) David Okumu, Sänger und Gitarrist dieses Londoner Hipster- Trios, ist ein Berg von

einem Mann. Seiner afrikanischen Wurzeln war er sich vielleicht nie so bewusst wie in dem Moment, da seine Großmutter am Totenbett seiner Mutter zu singen begann. Ein „Liebesbrief an die Trauer“ soll das Album sein. Es dringt in Sphären vor, die nicht von dieser Welt sind. Kai Müller, Tagesspiegel

POP Riz MC MICrosope

(True Thoughts)

Die Briten – wie schaffen sie das nur immer? Schon wieder Dancefloor und

Denken zusammengebracht. Das fängt bereits an mit dem Titel des Debütalbums von Riz Ahmed, des britisch-pakistanischen Schauspielers, der in „The Road to Guantanamo“ ein Terrorist war und das Mikrofon nicht nur nebenbei in die Hand nimmt.Vivian Perkovic, Musikjournalistin

Neue Alben, Konzerte, Club-Adressen:

www.tagesspiegel.de/pop

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