SOUNDCHECK : SOUNDCHECK

CD-NEUERSCHEINUNGEN

AFROBEAT Antibalas

Antibalas (Daptone)

Die Afro-Beat-Revivalists aus New York spielen den nigerianischen Funk des legendären Fela Kuti mit unheimlicher Präzision und extremer Hingabe für jedes noch so kleine Detail. Das beeindruckt und reißt vom Hocker, wirft aber am Ende die Frage auf: Was soll das? Ist doch das Erbe des großen Vorbildes bestens auf Tonträgern dokumentiert. Andreas Müller, Moderator

Jeden Freitag zwischen

21 und 23 Uhr reden vier Popkritiker

auf       über ihre CDs

der Woche. Diesmal:

POP Dead Can Dance Anastasis (PIAS)

Der Albumtitel sagt alles: Anastasis heißt Auferstehung! 16 Jahre sind seit der letzten echten Dead-Can-Dance-Platte vergangen, aber viel hat sich nicht in der Welt von Lisa Gerrad und Brendan Perry geändert. In ihren zu Musik gewordenen romantischen Schauergeschichten geht es dramatisch, pathetisch und ätherisch zur Sache. Großartig. Wie immer. Martin Böttcher, Musikjournalist

POP Phillip Boa And The Voodoo Club Loyalty (Cargo Records) Seit 1985 versorgt uns der mürrische, auf Malta lebende Dortmunder mit kantigem Indiepop. Auch „Loyalty“ liefert wieder diese verschrobenen, mittlerweile ein wenig angestaubt klingenden Songs, die zuweilen zauberhafte Refrains vorweisen können. Boas Hang zum Repetitorium kann man als Konsequenz verstehen – oder als Erstarrung. Jürgen König, Radio eins

POP Antony & The Johnsons Cut The World (Rough Trade) Nur ein Lied und ein Feminismusstatement sind neu auf

Antony Hegartys fünftem Album. Zehn bekannte Stücke hat er mit dem Danish National Chamber Orchestra noch einmal

aufgenommen. Die üppigere Instrumentierung und die neuen Arrangements sind gefällig und dekorativ. Eine neue Ebene erschließen sie nicht. Nadine Lange, Tagesspiegel

Neue Alben, Konzerte, Club-Adressen:

www.tagesspiegel.de/pop

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