SOUNDCHECK : SOUNDCHECK

Foto: rbb
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CD-NEUERSCHEINUNGEN

POP Paul Banks

Banks (Matador)

Paul Banks hat sein Alter Ego Julian Plenti entsorgt. Allerdings sind dessen Ideen hin und wieder auf dem zweiten Solo-Album der Stimme von Interpol

zu erkennen. Und das sind die weniger

guten Momente einer ansonsten überraschend ordentlichen Platte, die immer

dann total überzeugt, wenn Banks so klingt wie mit Interpol: nach dunkler und kalter New Yorker Paranoia.

Andreas Müller, Moderator

Jeden Freitag zwischen

21 und 23 Uhr reden vier Popkritiker

auf       über ihre CDs

der Woche. Diesmal:

POP Jonathan Jeremiah Gold Dust (Universal)

„Der beste Songwriter ist der mit der größten Plattensammlung“, sagt Noel Gallagher. Jeremiahs Eltern hatten eine passable Plattensammlung, weshalb die Songs ihres Sohnes auch ganz passabel sind. Der Kopfmensch sagt: J. J. ist gut, aber kein Erneuerer. Als Bauchmensch mit Hang zum hymnischen Kitsch hört man das zweite Album des Briten hingegen etwas leidenschaftlicher. Wo der Mann klaut, da klaut er wirklich gut. Fanny Tanck, Radio Eins

TECHNO Fritz Kalkbrenner Sick Travellin’ (Suol)

Sein Bruder Paul feiert internationale Erfolge. Eigentlich ist Fritz der Weltoffenere und lässt vor allem afroamerikanische Musikgeschichte einsickern in die Welt der geraden Techno-Beats. Seine Stimme hilft ihm bei diesen Zeitreisen, auch wenn sie bei allem Soul manchmal etwas eindimensional klingt. Trotzdem: ein Album mit Sogwirkung. Tief hinein ins House.

Steen Lorenzen, Radio Eins

POP Andy Burrows

Company (PIAS) Wer sich der Popmusik mit Herz und Seele verschrieben hat, darf nicht ewig Schlagzeuger einer Band wie Razorlight bleiben. Andy Burrows kann viel mehr: Songs schreiben, herzerweichend singen, Zartgefühle im Übermaß verbreiten, Streicher gut dosieren etc. „Company“ klingt altmodisch und zeitgemäß, nach Flowerpower genauso wie nach modernem Singer/Songrwiterpop. Gerrit Bartels, Tagesspiegel

Neue Alben, Konzerte, Club-Adressen:

www.tagesspiegel.de/pop

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