SOUNDCHECK : SOUNDCHECK

Foto: rbb
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CD-NEUERSCHEINUNGEN

POP Allah-Las (Innovative Leisure)

Die Allah-Las leisten Widerstand: gegen digitale Einförmigkeit, saubere Langeweile und das Verschwinden der großen Gefühle. Kalifornien ist dabei ihr Fluchtpunkt, die Musik zwischen dem Ende der Beatnik- und dem Beginn der Hippie-Ära ihr Sound. Das mag man als museal verdammen oder als werkgetreue Interpretation einer klassischen Pop-Phase feiern. Was sicher besticht, sind großartige Songs. Andreas Müller, Moderator

Jeden Freitag zwischen

21 und 23 Uhr reden vier Popkritiker

auf       über ihre CDs

der Woche. Diesmal:

POP Lukas Graham

(Island/Universal)

Viel Soul, Hip-Hop, R’n’B und Pop gemischt mit einer Menge rotznäsiger Schnoddrigkeit und fertig ist das, was die vier Dänen „Ghetto Pop“ nennen. Das Ghetto kommt vom Sänger Lukas. Aufgewachsen in der Freistadt Christiania. Irgendwie auch ein Ghetto. Ghetto deluxe. Aber egal, denn ganz Dänemark steht mittlerweile auf diese Popmusik.

Elissa Hiersemann, Radio eins

POP Bruno Mars

Unorthodox Jukebox (Elektra/Warner)

Bruno Mars sieht mal

aus wie ein gewöhnlicher B-Boy, mal wie der illegitime Sohn von Elvis, mal wie Michael Jacksons jüngerer Bruder, und genau so klingt seine Musik: beatlastig, melodieselig und hochglanzproduziert. Mainstream-Pop, der schon deshalb ansprechend daherkommt, weil er die verschiedensten Zielgruppen zusammenbringen muss. Thomas Groß, Die Zeit

HIP-HOP Wu Tang Clan & D-Block Wu Block (Modulor/Groove Attack)

Ein Gemeinschaftswerk der US-Rapper Ghostface Killah und Sheek Louch, der eine Wu-Tang-Clan-Mitglied, der andere von einer Gruppe namens D-Block. Die Initialen

von Wu Block bilden auf dem Cover die US-Flagge, von der es rot runtertropft: 

Amerika muss bluten. Die Musik ist, gemessen an modernen Hip-Hop-Produktionen, kein Hammer. Realer, knochenharter Liebhaber-Hip-Hop.Gerrit Bartels, Tagesspiegel

Neue Alben, Konzerte, Club-Adressen:

www.tagesspiegel.de/pop

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