SOUNDCHECK : SOUNDCHECK

Foto: privat
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CD-NEUERSCHEINUNGEN

POP Jacco Gardner Cabinet of Curiosities(TiM)

Leicht ließe sich sagen, das Debüt des niederländischen Neo-Psychedelikers klänge so, wie die zweite Pink-Floyd-LP sich angehört hätte, wenn nicht Syd Barrett dem LSD erlegen wäre. So einfach ist es aber nicht. Gardner bastelt den barocken Pop des Jahres 1967, die Lieder stehen wie hinter Glas im Schränkchen. Andreas Müller, Moderator

Jeden Freitag zwischen

21 und 23 Uhr reden vier Popkritiker

auf       über ihre CDs

der Woche. Diesmal:

POP The Green Man Sound Power (Basswerk)

In London wählen Drum & Bass-Labels für Ihren Namen Begriffe wie „Krankenhaus“ oder „kommerzieller Selbstmord“. In Deutschland kommt das Beat- und Bass-Gewitter aus dem Bass-Werk. Der Kölner Musiksoftware-Virtuose Heiner Kruse klickt seit 15 Jahren alles an: vom kitschigen Ambient-Sound bis zu wildesten Breaks. Ganz ohne Dreck.Steen Lorenzen, Radio Eins

ROCK Grant Hart The Argument (Domino) Dass Hüsker Dü bei allem Hardcore auch in Melodien schwelgten, lag vor allem an Grant Hart. Sein neues Album hat ein biblisches Fundament und viele lose Enden. Und die Süffigkeit? Die macht bei den meisten Konzeptalben nur einen schweren Kopf. Thomas Misersky, Musikjournalist

POP Johnny Borrell

Borrell 1 (Universal) Das erste Soloalbum von Razorlight-Boss Johnny Borrell soll aus einer Laune entstanden sein – und primär Partylaune machen. Tut es aber nicht, so ziellos und schunkelig die Songs auch sind. Das liegt vor allem an dem nervig-aufdringlichen Saxofon in fast jedem Stück. Der schlichte Titel klingt leider wie eine Drohung – bitte nicht mehr davon! Gerrit Bartels, Tagesspiegel

Neue Alben, Konzerte, Club-Adressen:

www.tagesspiegel.de/pop

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