Kultur : SOUNDCHECK

CD-NEUERSCHEINUNGEN

ROCK BAP Radio Pandora (EMI)

Der Kölsche Dialekt war Anfang der achtziger

Jahre ein Fluchtpunkt für Deutschrocker. Während die NDW- Bands die Gitarren weglegten und sich über alles lustig machten, hatten BAP die Riffs von Major und sinnstiftende Texte von Wolfgang Niedecken. Verdamt lang her – Major ist nicht mehr dabei und auch ohne Übersetzungshilfen versteht man alle BAP- Songs: ganz schön nostalgisch. Steen Lorenzen, Moderator

Jeden Freitag zwischen 21 und 23 Uhr

reden vier Popkritiker auf Radio Eins über ihre CDs der Woche. Diesmal:

POP The Dresden Dolls

No Virgina (Roadrunner)

Amanda Palmer und Brian Viglione vertrauen auch auf ihrem dritten Studioalbum wieder auf die ungewöhnliche Kombination Gesang, Klavier und Schlagzeug. Der dekadente Hauch der zwanziger Jahre weht nach wie vor aus den Lautsprechern und wird mit Popelementen der Gegenwart zusammengeführt. Doch das Konzept des Bostoner Duos ist langsam ausgereizt. Jürgen König, Radioeins

ROCK Tokyo Police Clu b

Elephant Shell (V2 + Coop/Universal)

Die vier Kanadier aus

Newmarket, Ontario debütierten vor zwei Jahren mit der EP „Lessons in Crime“. Ihr erstes Langalbum ist kürzer als manches Schlagzeug- oder Gitarrensolo. Elf Indie-Rock- Songs in 28 atemlosen und knackigen Minuten. Danach ist man erschöpft, aber glücklich und legt das Album gleich noch mal auf. Denn Kurz ist das neue Lang. Elissa Hiersemann, Radioeins

ROCK Death Cab for Cutie Narrow Stairs (Atlantic)

Das sechste Studioalbum des sympathischen Quartetts aus der Collegestadt Bellingham im Nordwesten der USA hat alles, was ein erfolgreiches Rock-Album braucht: Es ist laut, melodiös und verfolgt klare, einfach formulierte Ideen. Kai Müller, Tagesspiegel

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