Kultur : SOUNDCHECK

CD-NEUERSCHEINUNGEN

POP UNKLE End Titles (Surrender All/PIAS)

Neues vom Vordenker James Lavelle, knapp ein Jahr nach „War Stories“. Übrig gebliebene Session-Aufnahmen verstrickt er mit neuen Takes und Soundscapes. Heraus kommt inspirierendes Kopfkino. Einige Stücke schafften tatsächlich den Sprung in einen Soundtrack. Prominente Gäste, unter anderem Josh Homme, runden das stilistisch sehr vielfältige Klangbild ab. Jürgen König, Moderator

Jeden Freitag zwischen 21 und 23 Uhr

reden vier Popkritiker auf Radio Eins über ihre CDs der Woche. Diesmal:

ROCK Oxford Collapse

Bits (Subpop)

Zum Glück gibt es wieder mal eine Platte mit Instantwirkung; die sich ohne vorherige Zuhilfenahme der „Spex“ ganz von selbst erklärt; die direkt ins Herz schrammelt, scheppert und schwingt. Drei Männer aus Brooklyn, die zwar absolut nicht singen können, aber von einer ansteckenden Grundeuphorie durchs Leben getragen werden … wenn nur mehr gute Songs dabei wären! Esther Kogelboom, Tagesspiegel

FOLKROCK Fleet Foxes

Fleet Foxes (Bella Union)

Ach, Seattle! Die Geburtsstadt von Jimi Hendrix, die Wiege des Grunge und vieler anderer krachsüchtiger Rock-Spielarten, sie hat mal wieder zugeschlagen. Diesmal in Gestalt der Fleet Foxes. Die allerdings scheinen Lärm ziemlich gestrig zu finden – und erstaunen den Zuhörer stattdessen mit harmoniesüchtigen Chorgesängen. Beach Boys? Simon & Garfunkel? Nicht ganz: Die fünfköpfige Band lässt sich eher von barocken Melodien inspirieren. Klingt schräg? Ist aber großartig!Martin Böttcher, rbb

ROCK Randy Newman

Harps and Angels (Nonesuch/Warner)

Sottisen über Amerika im Abstieg, dazu rollen die Klavierakkorde. Liebeshymnen voller Reißzwecken. Kauzig-verquerer Boogie Woogie. Die Stimme nölt und quietscht. Knapp zehn Jahre nach seinem letzten Album beweist Randy Newman, dass er noch immer einer der besten und bösesten Songwriter der westlichen Welt ist.Christian Schröder, Tagesspiegel

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