Kultur : SOUNDCHECK

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Foto: Thilo Rückeis

CD-NEUERSCHEINUNGEN

ROCK Wilco (the album)

(Warner) Stilistische Offenheit und der Wille zum radikalen Wechsel kennzeichnen die Karriere der Band von Jeff Tweedy. Das programmatisch betitelte siebente Werk bietet einen Querschnitt, geht in die Tiefe statt nach vorne. Tweedy wirkt nach überstandener Tablettensucht befreit und versöhnlich wie selten, fast radikal. Helmut Heimann, Radioeins

Jeden Freitag zwischen

21 und 23 Uhr reden vier Popkritiker

auf       über ihre CDs

der Woche. Diesmal:

POP Moby Wait for me (Little Idiot) Oh, die Filmmusik von „Brokeback Mountain“! Die hat Moby doch gar nicht gemacht. Die Verwunderung hält nicht lange an beim neunten Album des amerikanischen Elektronikers, der nur noch „persönliche“ Musik zu machen verspricht – und sogleich rührselig wird. Warum sollte einer, der nicht mehr selbst singt, persönlich werden?Kai Müller, Tagesspiegel

POP La Roux (Universal) La Roux sind bereit, für den Kick zu töten. Ihre

Plastik-Pop-Single „In For The Kill“ schüttelte England durch. Das Debütalbum der 20-jährigen Elly Jackson macht da weiter und beamt den Hörer mit Karacho zurück in die Achtziger. Entweder man hasst es oder liebt es. Elissa Hiersemann, Radioeeins

POP Cortney Tidwell Boys (City Slang) Diese Frau hing in ihrer Jugend bei den Jungs ab. Sie musste sich durchsetzen, und das hat sich gelohnt. „Boys“ ist ein schwebender, mitunter düster dräuender Klassiker. Ein Biest, das sich von Country, Kraut und Crosby nährt. Andreas Müller, Moderator

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