Kultur : SOUNDCHECK

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CD-NEUERSCHEINUNGEN

ROCK Cowboy Junkies

At The End of Paths Taken (Cook. Vinyl/Indigo)

Das 13. Cowboy-Junkies-Album ist in vielerlei Hinsicht ein Klassiker. Thematisch kreist es um die Familie, die Halt gibt in Zeiten von Kriegen und der Angst um die Zukunft in einer zerrissenen Welt. Altbekannte Ansichten der vier Kanadier. Auch musikalisch werden eingeschlagene Pfade nicht verlassen. Eine alterslose Platte mit vertrauten Arrangements. Elissa Hiersemann, Radio Eins

Jeden Freitag zwischen 21 und 23 Uhr

reden vier Popkritiker auf Radio Eins über ihre CDs der Woche. Diesmal:

POP Bright Eyes

Cassadaga (Universal)

Conor Oberst ist 27 und schon ein Veteran der US-Indie-Szene. Seine Band gründete er 1995 in Omaha, Nebraska. „Cassadaga“, benannt nach einer Spiritisten-Hochburg in Florida, ist deren 7. Album. Die Arrangements werden immer opulenter, es gibt arabische Gesänge und viele Geigen. Obersts biegsame Stimme jubelt. Triumphaler Singer/Songwriter-Pop, fast so schön wie auf dem 05er Meisterwerk „I’m Wide Awake ...“. Christian Schröder, Tagesspiegel

POP Die Fantastischen Vier Fornika (SonyBMG)

In den frühen 90ern waren sie Vorreiter einer Szene, die sich zu einer starken Jugendkultur entwickeln sollte: Hip-Hop mit deutschen Texten. Dessen heutige Protagonisten sind härter, lauter, aggressiver. Und die Fantas sind Popstars Ende 30. Sie stellen sich. Ihre Texte:intelligenter als die der jungen Cracks. Sound: wiedererkennbar. Kein Gangsta Rap, aber solide Arbeit.Jürgen König. Radio Eins

POP Ladytron

Witching Hour (Major/PIAS/Rough Trade)

Die Platte ist bereits zwei Jahre alt, erscheint aber erst jetzt bei uns. Die Verspätung macht gar nichts, weil diese Band aus Liverpool, benannt nach einem Roxy-Music-Song, ohnehin nach einer Zeit klingt, die ein Vierteljahrhundert zurückliegt. Hier wird der Synthie-Pop der Schule von 1982 beschworen. Visage, Human League, OMD, erinnert sich jemand noch daran?Andreas Müller,Moderator

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