Sozialkritische Künstlerin : US-Fotografin Mary Ellen Mark gestorben

In ihrer Arbeit lichtete die New Yorkerin Menschen vom Politiker bis zum Straßenkind ab.

Mary Ellen Mark
Mary Ellen MarkFoto: REUTERS/Fred Prouser/Files

Arbeitslose in der Bronx, Obdachlose Teenager in Seattle, geistig Behinderte in Oregon, Prostituierte in Mumbai: Mary Ellen Mark nahm sich der Menschen am Rande der Gesellschaft an. Am Montag ist die amerikanische Fotografin im Alter von 75 Jahren in New York nach langer Krankheit gestorben, wie Mittwoch bekannt wurde.

Die gebürtige New Yorkerin studierte Kunst und Kunstgeschichte und begann 1963 als Dokumentarfotografin zu arbeiten. Ihre einfühlsamen, sozialkritischen Reportagen fotografierte sie in Schwarzweiß. 1976 wurde sie Mitglied der Fotoagentur Magnum.

Außer Straßenkindern und Prostituierten porträtierte Mary Ellen Mark auch Prominente und Politiker. 1994 verlieh ihr die Deutsche Gesellschaft für Photografie den Erich-Salomon-Preis. Ihre eindrucksvollen Arbeiten wurden von Magazinen wie „Life“, „Vogue“, „Time“, „Rolling Stone“ und „Vanity Fair“ gedruckt. Außerdem veröffentlichte Mark mehr als ein Dutzend Bücher. (Tsp/dpa)

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