Kultur : Staatskapelle: Konzerte (fast) ohne Barenboim

jök

Die Show musste diesmal ohne den Star stattfinden: Kein Daniel Barenboim bei der Vorstellung des Staatskapellen-Programms für die kommende Spielzeit. Er hätte wohl auch nicht viel zu sagen gehabt, denn der Staatskapellen-Chef wird 2001/02 nur ein einziges Abonnements-Konzert dirigieren. Dafür tourt er mit dem Orchester sechs Wochen lang durch Japan. Wer mehr Barenboim-Konzerte in Berlin hören will, muss für seinen Brahms-Zyklus im April 2002 Festtags-Preise bezahlen. Das Maestro-Vakuum füllen unter anderem Pierre Boulez, Kurt Sanderling und Michael Gielen. Zudem wird die Zahl der Opern-Schließtage durch eine erweiterte Anzahl von Kammerkonzerten verringert. Deren vieldeutiges Motto lautet "Der ferne Klang". Vier Mal spielt die Staatskapelle zudem im Berliner Kunsthaus Tacheles - bei einem Protestkonzert gegen die Opernreform im Herbst 2000 hatten die Musiker den Szenetreff kennen gelernt.

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