Kultur : Staatsoper: Henze, Rattle, Dudamel für 2007/08

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Elf Neuproduktionen, einen Silvesterball und ein Opernstudio: Daniel Barenboim und Peter Mussbach haben auf ihrer gestrigen Jahrespressekonferenz die Saison der Berliner Staatsoper 2007/08 vorgestellt. Eröffnet wird am 6.9. mit der Uraufführung von Hans Werner Henzes Konzertoper „Phädra“ (Michael Boder dirigiert, Mussbach inszeniert, Magdalena Kozena singt die Titelpartie). Es folgen eine „Medea“-Choreografie von Sasha Waltz sowie mit der Telemann-Oper „Der geduldige Sokrates“ (René Jacobs, Nigel Lowery) der erste Teil der Cadenza-Barocktage. Der zweite widmet sich in der Regie von Christof Nel Händels „Belshazzar“. Außerdem wird Mussbachs Mailänder „Don Giovanni“ zu sehen sein, Jossi Wieler setzt Verdis „Maskenball“ in Szene, und Prokofjews „Spieler“ eröffnet die Festtage 2008 (Barenboim, Tschernjakow). Im Repertoire debütieren René Pape als „Meistersinger“-Sachs und Dorothea Röschmann als Eva, Simon Rattle gibt mit der Wiederaufnahme von Debussys „Pelléas et Mélisande“ seinen Staatsopern-Einstand, und der 25-jährige Venezolaner Gustavo Dudamel stellt sich als Konzertdirigent vor. Auf die Frage nach der Sanierung des Hauses reagierte Mussbach entspannt. Läuft alles nach Plan, würden die Bauarbeiten im Herbst 2010 beginnen. Der neue Direktor der Opernstiftung, Stefan Rosinski, habe erstmals „transparente Zahlen“ auf den Tisch gelegt. Wie die Sanierung im Detail zu finanzieren sei, wollte oder konnte Mussbach allerdings ebenso wenig verraten wie das Ausweichquartier der Staatsoper während der insgesamt dreijährigen Bauphase. Le.

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