Kultur : Staatsoper im Schillertheater: Alles wird gut

Am 5. Januar 2009 beginnen die Bauarbeiten, am 1. Juni 2010 werden die 555 Mitarbeiter der Berliner Staatsoper einziehen: Die Planung für den Umbau des Charlottenburger Schillertheaters als Ausweichspielstätte von Daniel Barenboims Musiktheater steht – und Andreas Zerr vom Architekturbüro ZHN ist sich sicher, dass sowohl die Zeiten als auch der Kostenrahmen von 20 Millionen Euro eingehalten werden können. Nachdem die Staatsopernbelegschaft am Donnerstag von ZHN über das seit Juni 2007 vorbereitete Projekt informiert worden war, gab es nun auch erstmals für die Öffentlichkeit Details zur Schillertheater-Renaissance: Die Arbeitsbedingungen für die drei Jahre lang aus ihrem Stammhaus vertriebenen Künstler sollen an der Bismarckstraße so gut sein wie Unter den Linden: Einige Probenräume sind sogar großzügiger bemessen. Der in dem 1993 geschlossenen Sprechtheater angelegte Orchestergraben wird von 70 auf 96 Quadramtemer vergrößert, der Schnürboden durch ein waghalsiges Manöver von 21 auf 28 Meter angehoben: Dafür werden im Bühnenturm Stahlträger von außen einschoben. Acht Millionen Euro werden in die Bühnentechnik investiert, im Backstage-Bereich entsteht eine neue Montagehalle, die mit modernster Logistik-Technik über zwei schallgeschützte LKW-Rampen beliefert wird. Nur einen Nachteil werden die Staatsopern-Mitarbeiter hinnehmen müssen: Die Kantine ist deutlich kleiner als Unter den Linden. F. H.

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