Kultur : Staatsoper: Mussbach will vors Schiedsgericht

Es wirkt wie ein verspäteter Racheakt: Der vor sechs Monaten aus dem Amt gedrängte Intendant der Staatsoper Unter den Linden, Peter Mussbach, will wenige Tage vor der Uraufführung der Oper „Hölderlin/Eine Expedition“ seinen Namen zurückziehen und den Fall vor dem Bühnenschiedsgericht klären lassen, berichtet das Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“. Mussbach, der die Textvorlage zur Musik von Peter Ruzicka verfasst hat, habe starke Bedenken gegen die Inszenierung durch Regisseur Torsten Fischer, so das Magazin am Samstag vorab.

Die jetzt vorliegende Regiefassung verstoße nach Meinung des Autors gegen den Geist des Werkes. Mussbach war nach Darstellung des „Spiegels“ komplett aus der Produktion gedrängt worden. Anfangs hätten der Ex-Intendant und sein Anwalt sogar juristische Schritte gegen die Uraufführung erwogen, nach der Androhung einer Schadenersatzklage davon jedoch Abstand genommen. Alarmiert von dem Vorgang sei auch die Senatskanzlei, berichtet das Magazin. Wowereit bemühe sich seit Monaten erfolglos, einen neuen Intendanten für das Haus zu finden. Tsp/ddp

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