Kultur : Stars und Rares beim Musikfest Berlin

Wenn Winrich Hopp, der künstlerische Leiter des „Musikfest Berlin“, sein Programm zusammenstellt, versucht er stets, das Glanzvolle mit dem Erhellenden zu verbinden, also bekannte Namen zu engagieren, die ihrerseits Unbekanntes präsentieren. Zwischen dem 2. und 20. September wird manches Stück zu hören sein, das sich im Alltag nur schwer realisieren lässt. Anne- Sophie Mutter spielt Wolfgang Rihms „Gesungene Zeit“, das Philharmonia Orchestra London hat Sibelius’ „Kullervo“ im Gepäck, Marc-André Hamelin spielt das Klavierkonzert von Busoni, Tzimon Barto jenes von Pfitzner (mit der Staatskapelle Dresden unter Thielemann). Die Berliner Philharmoniker – laut Festspielchef Joachim Sartorius die „Wirbelsäule des Festivals“ – bieten Mahlers 8. Sinfonie mit Rattle sowie Heinrich Kaminskis 1933 geschriebene „Dorische Musik“ unter Andris Neslons. Kein Spezialistenensemble, sondern das Konzerthausorchester hat Winrich Hopp bewusst für die Aufführung von Luigi Nonos „Prometeo“ engagiert, die am authentischen Ort stattfindet, im Kammermusiksaal, wo der Komponist sein Hördrama 1988 selber eingerichtet hat. Daniel Barenboim steuert zum Liszt-Jubiläum die Dante-Sinfonie bei (Infos: www.musikfest-berlin.de, Tel.: 254 89 100). F.H.

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