Kultur : Start in die 10 tollen Tage

„The Grand Potsdamer Platz Hotel“ möchte man rufen angesichts des Trubels, der jetzt wieder für zehn Tage rund um den Berlinale-Palast tobt – und andernorts in Rest-Berlin. Spätestens dann, wenn sich an diesem Donnerstagabend der Vorhang für Wes Andersons Eröffnungsfilm „The Grand Budapest Hotel“ hebt. Und, siehe unten, von Tilda Swinton bis zu Kulturstaatsministerin Monika Grütters sind alle dabei. Zahlen gefällig? 23 Filme zeigt das Hauptprogramm, 20 Bären-Kandidaten, darunter 3 Debüts, 3 Chinesen, 3 Argentinier, 3 Berliner (die wir zur Gruppensitzung getroffen haben) und ein deutscher Regieklassiker, Dominik Graf, der mit der Schiller-Ménage-à-trois „Die geliebten Schwestern“ auch einen Klassiker im Gepäck hat.

In 14 Sektionen sind 409 Filme zu sehen, zusammen mit den Screenings im European Film Market sind es sogar 1500. Der Vorverkauf läuft, auch die Vorfreude kann sich sehen lassen. Kulturstaatsministerin Grütters findet den Jahrgang so „aktuell und politisch wie selten zuvor“, Berlins Kardinal Woelki sieht den zahlreichen Filmen zu Glaubensfragen („Kreuzweg“ ist nur der Anfang!) mit Spannung entgegen. Der Wettergott zeigt sich ohnehin gnädig und schenkt den Cineasten den wärmsten Festivalstart seit Bärengedenken. Oder den zweitwärmsten? 2002, im ersten Kosslick-Jahr, brach Anfang Februar schon einmal der Frühling aus.

Zehn bildersatte Tage – und der Tagesspiegel ist wieder dabei, mit Reportagen, Geschichten, Kritiken, täglichen Extraseiten, hier und im Berlin-Teil. chp

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